Aufruf

ES BRENNT
Und keiner kommt löschen.

Die liberale Gesellschaft, die wir uns über Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg erkämpft haben, ist in Gefahr. Das ist kein Alarmismus. Das ist Gegenwart.

Das Manifest

Die Freiwillige Feuerwehr weiß es

„Stell dir vor, es brennt – und keiner kommt löschen." Mit diesem Satz wirbt die Freiwillige Feuerwehr um Mitglieder. Es ist ein Appell an die Zivilgesellschaft: Engagiere dich. Opfere einen Teil deiner Freizeit. Hilf deinen Mitmenschen in Not.

Wir borgen uns diesen Satz. Denn was in Deutschland gerade passiert, verlangt dieselbe Antwort.

„Stell dir vor, die Demokratie geht den Bach runter –
und keiner kommt, um sie zu retten."

Was brennt?

Reaktionäre Kräfte, rechtsextreme Gruppierungen, ja selbst Teile der sogenannten bürgerlichen Mitte nagen an den Grundfesten unserer Demokratie. Sie stellen durch das Grundgesetz und internationale Abkommen garantierte Menschenrechte in Frage. Sie erodieren soziale Absicherungen, das Gesundheitssystem, die Rentenkassen.

Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Das ist kein politisches Randphänomen mehr. Das ist die neue Normalität.

Und was macht die sozialliberale Szene?

Sie zersplittert sich. Eine Handvoll Kleinstparteien, die alle mehr oder weniger dasselbe wollen – jede mit eigenem Vorstand, eigener Satzung, eigenen Unterstützerunterschriften. Kapazitäten, die im Kampf um Zulassung zu Wahlen verbrannt werden, stehen für das Eigentliche nicht mehr bereit.

Daneben: jede Menge NGOs, die ihr Steckenpferd vorantreiben – Säkularisierung, digitale Bürgerrechte, parlamentarische Transparenz. Alles wichtig. Alles richtig. Aber in der Bevölkerung kommt die Bedeutung dieser Anliegen einfach nicht an. Die Anstrengungen verpuffen. Ungehört.

Wer ist überhaupt der Brandstifter?

Antidemokratische Kräfte. Diese sind mehrheitlich in einer Partei organisiert, die in Deutschland mehr und mehr an Boden gewinnt. Die AfD stellt eine massive Gefahr für unsere Demokratie dar – dies zeigt sie durch zahllose Äußerungen ihrer Funktionäre und Abgeordneten auf Bundes-, Landes- und lokaler Ebene.

Unser Grundgesetz bietet in Art. 21 (2) die Möglichkeit, Parteien, die gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung vorgehen, zu verbieten.

Die GFF hat am 25.06.2026 ein Gutachen veröffentlicht, dass die Verfassungsfeindlichkeit der AfD eindeutig nachweist und einem Verbotsantrag beim BVerfG einen "wahrscheinlichen Erfolg" (Bijan Moini) attestiert.

Diese Möglichkeit müssen wir nutzen. Bevor es zu spät ist.

Dies soll sich ändern.

Dies ist ein Aufruf, aktiv zu werden. Keine Partei. Kein Programm in tausend Punkten. Kein Beschluss, der in drei Kommissionen versumpft.

Dies ist eine Bürgerbewegung – ein Sammelbecken für alle, denen das Grundgesetz etwas bedeutet. Denen Bürger- und Menschenrechte nicht verhandelbar sind. Die ein soziales Miteinander und eine offene, liberale Gesellschaft nicht als Selbstverständlichkeit nehmen wollen.

01

Parteiübergreifend

Wer das Grundgesetz liebt, gehört dazu. Keine Lagerdisziplin, keine Fraktionszwänge. Progressive Kräfte aller Couleur sind willkommen.

02

NGO-übergreifend

Ob Bürgerrechte, Transparenz, Klimaschutz oder Soziales – der Konsens ist da. Wir bündeln ihn, statt ihn zu zersplittern.

03

Konsensbildend

Wir haben einen gemeinsamen Katalog aus 35 Kernforderungen erarbeitet. Das ist der Anfang, nicht das Ende.

Dies ist work in progress.

Bildet Ortsgruppen. Gründet Stammtische. Sprecht über Politik, über das was euch bewegt, über das was auf dem Spiel steht. Bindet andere mit ein.

Ungarn hat gezeigt, dass man selbst einem etablierten Demokratieabbau noch etwas entgegensetzen kann. Zehntausende auf der Straße, eine Zivilgesellschaft die sich erinnert, was sie zu verlieren hat. In Deutschland ist es noch nicht so weit. Lassen wir es nicht so weit kommen.

MACH MIT

Du brauchst keine Partei. Keine Mitgliedschaft. Keine politische Biographie. Du brauchst nur den Willen, dass es so nicht weitergeht.

SEI NOVA